“Kieferorthopädie ist der Fachausdruck für Kiefer- und Zahnregulierungen. Sie ist ein Teil der Zahnheilkunde, und hat sich seit Mitte des XIX. Jahrhunderts zu einem eigenen Fach entwickelt.

Kieferorthopädie beschäftigt sich mit Fehlstellungen der Kiefer und Zähne. Deshalb ist für kieferorthop ädische Behandlungen ein umfassendes Wissen über Zähne und deren Wachstum unerlässlich.

Zahnärzte / Zahnärztinnen lernen in Rahmen ihres Zahnmedizinstudiums auch die Grundzüge der Kieferorthopädie, daher sind sie berechtigt, neben der allgemeinen zahnärztlichen Leistungen,auch Regulierungen durchzuführen.

Wenn Zahnärzte / Zahnärztinnen sich mehr mit Regulierungen beschäftigen wollen, können sie sichmit freiwilligen Kursen weiterbilden. Ab einer gewissen Anzahl von Kursbesuchen bekommen sie dann ein zeitlich begrenzteszahnärztliches Fortbildungsdiplom (Zusatz Kieferorthopädie) der österreichischen Zahnärztekammer, und dürfen sich als Kieferorthopäde bezeichnen.

Wenn ein Zahnarzt / Zahnärztin sich ausschließlich mit Regulierungen beschäftigen will, strebt er / sie eine richtige Fachausbildung an.

Diese besteht aus einer dreijährigen Vollzeitausbildung – ein Jahr an einer Universitäts-Klinik und mindestens zwei Jahre in einer kieferorthopädischen Fachordination. Das Studium wird mit einer Fachprüfung abgeschlossen und man erwirbt damit den

Titel : Facharzt/-ärztin für Kieferorthopädie. Diese Art von Fachprüfung ist in Österreich (noch) nicht möglich, daher müssen die werdenden Fachärzte / Fachärztinnen ihre Fachausbildung im Ausland machen. Diese Spezialisten/Spezialistinnen arbeiten auf höchstem Niveau, und widmen sich danach meistens ausschließlich Zahn- und Kieferregulierungen.”